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DeepL:
Automatische Übersetzungen
in neuer Qualität

Wenn ich die Ergebnisse von DeepL mit denen von Google Translate vergleiche, dann komme ich zu dem Schluss, dass ein schnelles Übersetzen von Blogpostings, Landing Pages etc. in andere Sprachen künftig sehr viel leichter wird. Ich bin beeindruckt.

Hinter DeepL stecken die Macher von Linguee, welches bisher schon ein nützliches Werkzeug im Web war, wenn es darum ging, als Nicht-Native gut klingende Sätze in englischer Sprache zustande zu bringen. Denn dort lassen sich nicht nur die Übersetzungen einzelner Begriffe nachschlagen, sondern die gesuchten Übersetzungen werden im Kontext angezeigt.

Und gerade der Kontext ist bisher die zentrale Schwäche automatischer Übersetzungen. Wer ab und zu Google Translate nutzt, um ganze Textpassagen übersetzen zu lassen, weiß, dass die Ergebnisse meist nicht sonderlich brauchbar sind. Die Grammatik stimmt in der Regel nicht einmal annähernd, von Feinheiten wie Ausdruck, Sprachmelodie und Metrik ganz zu schweigen.

Das wird sich wohl auch mit DeepL nicht grundsätzlich ändern. Doch ein erster, schneller Test stimmt hoffnungsvoll: Der neue Dienst könnte es einfacher machen, innerhalb kürzester Zeit Blogpostings, News-Beiträge oder Landing Pages in andere Sprachen zu übersetzen.

Entsprechend selbstbewusst stellt der Übersetzungs-Service DeepL auf seiner der eigenen Website fest:

100 Sätze wurden vom DeepL Übersetzer, von Google, Microsoft und Facebook übersetzt. Professionelle Übersetzer beurteilten diese Übersetzungen, ohne zu wissen, von welchem System sie kamen. DeepLs Übersetzungen wurden etwa drei Mal so häufig als Gewinner ausgewählt, wie die der anderen Systeme.

Die englischsprachige Version dieses Posts wurde zu 100% maschinell übersetzt

Ich mache jetzt gleich einmal den Test und biete Lesern die Möglichkeit, das Ganze selbst zu beurteilen: Die englischsprachige Version dieses Posts, erreichbar durch Klick auf die Flagge ganz oben, wurde zu 100% von DeepL erstellt und von mir im Anschluss nicht mehr überarbeitet. Ich habe kein einziges Zeichen daran manuell editiert. Daher bitte ich englischsprachige Leser um Entschuldigung, sollten nicht alle Formulierungen ganz perfekt klingen. Ich bin gespannt auf Kommentare zur Qualität der Übersetzung.

heise.de hat übrigens bei DeepL nachgefragt, welche Technologien hinter dem neuen Übersetzungsdienst stecken: Es kämen Convolutional Networks zum Einsatz, wie sie bei der Bilderkennung üblich sind, berichtet die Heise Online. “Diese verarbeiten alle Wörter parallel, zudem gibt es hoch optimierte Bibliotheken für die Berechnung.”

Übersetzungs-Tool DeepL in Aktion

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