Ein Corporate Blog – über die Vorteile von Unternehmens-Weblogs habe ich gestern geschrieben – an den Start zu bringen ist keine leichte Aufgabe. Gut möglich, dass Sie intern auf Bedenken und Einwände stoßen werden. Worüber sollen wir denn regelmäßig berichten? Woher sollen wir die Zeit nehmen, über unsere sonstigen Aufgaben hinaus noch regelmäßig Texte für ein Blog zu schreiben? Warum jetzt noch ein Blog eröffnen, Blogs sind doch einem längst vergessenen Hype zuzuordnen? All diese Einwände sind beliebt, wenn es darum geht, die Einführung eines gemeinsam befüllten Unternehmensblogs in Frage zu stellen. Und das ist ja auch gut so – ein Blog kostet Zeit und damit Geld. Es erfordert sorgfältige Themenplanung, tägliche Aufmerksamkeit und Durchhaltevermögen.

Die Argumente der Skeptiker sind daher nicht einfach von der Hand zu weisen. Hilfreich bei der Argumentation ist ein Themenplan für die ersten Monate. Die Vielfalt möglicher Themengebiete ist schier endlos. Bei der Auswahl von Themen sollten Sie stets Ihre in der Kommunikationsstrategie festgelegten Ziele im Blick haben. Corporate Blogging ist kein Selbstzweck. Schreiben Sie über neue Markttrends, um sich frühzeitig als Anbieter auf diesem Gebiet zu positionieren. Lassen Sie Kollegen aus deren Arbeitsalltag berichten, um das Menschliche im Unternehmen besser nach außen zu kommunizieren. Beziehen Sie Stellung zu Problemen, die Ihr Unternehmen schneller oder günstiger lösen kann als der Wettbewerb. Früher oder später werden Sie dank Ihres neuen Blogs von potenziellen Kunden, aber auch von recherchierenden Journalisten zu diesen Themen gefunden und angesprochen.

Überlegen Sie, wie viele Autoren aus Ihrem Unternehmen realistischerweise am Blog beteiligt sein könnten, und überschlagen Sie einmal, wie oft im Monat oder Jahr dann jeder bloggen müsste, um auf eine Frequenz von zwei bis drei Veröffentlichungen pro Woche zu kommen. Empfehlenswert ist auch ein Scan nach Wettbewerbsblogs. Schauen Sie, was die anderen machen. Finden Sie relevante Blog-Veröffentlichungen Ihrer Wettbewerber, dann versuchen Sie einmal, nach Begriffen zu googeln, über die Ihr Wettbewerb oft und ausgiebig bloggt. Höchstwahrscheinlich werden Sie die Konkurrenz auf den vorderen Google-Plätzen finden. Das ist noch ein hervorragendes Argument und motiviert. Wäre es nicht schön, zu diesen Themenkomplexen ebenfalls auf den vorderen Google-Suchergebnisplätzen auffindbar zu sein?

Am Ende hilft im Dialog mit den internen Skeptikern auch ein gewisses Entgegenkommenn: Machen Sie klar, dass im Rahmen Ihrer Social-Media-Strategie niemand zur Teilnahme gezwungen wird. Versichern Sie sich der Unterstützung eines Kernteams, das beim Bloggen mitzieht, und sagen Sie den Skeptikern, dass sie nicht zwangsläufig mit von der Partie sein müssen. Niemand soll zum Bloggen gezwungen werden.

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