Ruf online gefährdet – was können wir unternehmen?

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k.A. fragte vor 2 Monaten

Ein Wettbewerber versucht systematisch, unseren guten Ruf online zu schädigen. Es werden negative Kommentare abgesetzt, und auch einige Bewertungen kommen uns komisch vor, etwa bei Google Maps. Kann man dagegen vorgehen? Was können wir tun, um unseren guten Ruf online zu schützen?

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Bernhard Jodeleit Mitarbeiter antwortete vor 2 Monaten

Guter Ruf online gefährdet – was können wir unternehmen?

Ein Wettbewerber versucht systematisch, unseren guten Ruf online zu schädigen. Es werden negative Kommentare abgesetzt. Bewertungen kommen uns komisch vor. Bei Google Maps wurden Ein-Sterne-Bewertungen abgegeben, die nicht von echten Kunden stammen können. Hier wird mit falschen Behauptungen versucht, unseren guten Ruf online systematisch zu beschädigen.

Was können wir tun, um unseren guten Ruf online zu schützen?

Maßnahmen, um Ihren Ruf online zu verteidigen

Monitoring: Legen Sie automatische Suchen an, damit Sie sofort erfahren, was im Web über Sie geschrieben wird.
Content-Strategie: Entwickeln Sie eine Planung für eigene, positive Inhalte.
Netzwerkaufbau: Nutzen Sie Social-Media-Plattformen, um sich mit Fürsprechern zu vernetzen.
Szenario-Management: Bereiten Sie sich mit einem Redaktionsplan auf Angriffe vor, die online gegen ihren guten Ruf gestartet werden.

Überwachen Sie Ihren guten Ruf online

Legen Sie ein Monitoring an. Das geht leicht. Es müssen keine Kosten entstehen. Geeignete Tools dazu sind Google Alerts und RSS-Suchanfragen, die Sie in einem Feedreader abonnieren. Wie das funktioniert lesen Sie in unseren Tipps zum Monitoring im Eigenbau.

Vorteil: Sie erhalten tagesaktuell einen Überblick über Kritik und Angriffe, die Ihren guten Ruf online gefährden könnten. Monitoring stellt die Basis Ihrer Strategie für Online Reputation Managment (Definition) dar. Ziel ist, die Suchergebnisse, die online zu Ihrem Namen, Ihrem Unternehmen oder Ihren Produkten gefunden werden, positiv zu beeinflussen.

Gut zu wissen: Nutzer lesen überwiegend die ersten Einträge in den Suchergebnissen. Kritische Beiträge, die weit hinten in den Ergebnissen einer Internet-Recherche stehen, können Sie mit niedriger Priorität behandeln.

Schützen Sie Ihren Ruf online mit strategisch geplanten Inhalten

Diese Inhalte im Rahmen Ihrer Content-Stratgie können auf Ihrer eigenen Website erscheinen, beispielsweise in einem Corporate Blog. Weitere Möglichkeiten sind Kommentare, Interviews und Gastbeiträge positive Inhalte auf anderen Websites.

Das Ziel: Bei Eingabe Ihres Namens oder Ihrer Marke werden zuvorderst die positiven Inhalte gefunden. Die negativen Inhalte werden in den Suchergebnissen weiter nach hinten verdrängt. Damit verhindern Sie zwar nicht den Online-Angriff auf Ihren guten Ruf. Sie lindern deutlich die Auswirkungen. Kritische oder rufschädigende Beiträge werden seltener gefunden und gelesen.

Verzichten Sie dabei jedoch auf riskante verdeckte PR-Aktivitäten. Auch Kommentarspam in Blogs ist tabu.

Bauen Sie ein Netzwerk für Ihren guten Ruf auf

Den Netzwerkaufbau können Sie mit eigenen Präsenzen auf Social-Media-Plattformen wie Twitter oder Facebook betreiben. Gehen Sie mit Bedacht vor. Suchen Sie bei Twitter nach geeigneten Fürsprechern, die zu Multiplikatoren für Ihre Inhalte im Sinne des Content Marketing werden können. Kommen Sie mit den potentiellen Fürsprechern online ins Gespräch.

Planen Sie Szenarios vorab, um Ihren guten Ruf zu schützen

Das Szenario-Management gewährleistet, dass Sie im Falle verstärkter Angriffe gegen Ihren guten Ruf online schnell und gezielt reagieren können. Sie schützen Ihren guten Ruf online nicht am besten, indem Sie auf jede Kritik reagieren. Wichtig ist, die Relevanz, Reichweite und Dynamik von Kritik strategisch richtig einzuschätzen.

Letzer Weg: rechtliche Schritte

  • Gegen falsche Tatsachenbehauptungen können Sie rechtlich vorgehen.
  • Beleidigungen und Bedrohungen sind ebenso juristisch angreifbar.
  • Meinungsäußerungen genießen den Schutz der Meinungsfreiheit.

Die Grenzen zwischen vorgenannten drei Punkten sind fließend. Konsultieren Sie bei Bedarf einen auf Online-Themen spezialisierten Anwalt.

Falls Sie Fragen zum Themenbereich haben: Wir sind gern persönlich für Sie da.

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